Hätten Sie mit einem „Mehr“ an Digitalisierung die bisherigen Auswirkungen der Corona-Krise besser bewältigen können?

 

Wenn Sie die Frage ohne weiteres mit „Ja“ beantworten können, dann bietet sich für Sie das Investitionsförderprogramm DIGITAL JETZT an. Das Programm unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen mit bis zu 50.000 Euro. Voraussetzung dafür ist, dass Sie ab September 2020 digitale Technologien einsetzen bzw. ihre IT-Sicherheit auf einen guten Stand bringen. Wie Sie sich auf die erfolgreiche Teilnahme an dieser Förderungen beteiligen, erfahren Sie in diesem Beitrag. Wir geben Ihnen gerne eine Einschätzung für ihr Unternehmen. Vereinbaren Sie dazu gerne ein kostenloses Informationsgespräch.

 

 

digital jetzt Zuschuss

Aber auch für all diejenigen, die sich nicht ganz sicher sind, ob und wie die Digitalisierung ihrem Unternehmen in einer fortlaufenden Pandemie nützen kann, ist dies eine interessante Frage – und DIGITAL JETZT als Investitionsförderung für KMU eine ernst zu nehmende Option. Dazu im Folgenden einige Gedanken – speziell für Unternehmen des Mittelstands.

 

Gewinner und Verlierer der Corona-Krise

Experten behaupten gerne, dass ein Digitalisierungsschub in Mittelständischen Unternehmen längst überfällig sei. Kann man das so global behaupten? Hat die Corona-Krise hier etwas verändert?

Wenn man sich die folgende Branchen-Analyse einmal genauer anschaut, dann wird das Bild bereits ein wenig differenzierter. Die Firma eology hat hier nämlich die Gewinner und Verlierer der Corona-Krise nach den Umsatz-Verädnerungen einmal genauer analysiert.

Corona Gewinner Verlierer                                  Quelle: eology

 

Auf den ersten Blick lässt die Analyse erst einmal Folgendes vermuten: Branchen, in denen Menschen unmittelbar in Kontakt stehen und in denen wertvolle Güter (Autos, Luxusartikel) verkauft werden erlitten einen Einbruch. Allerdings steckt in der Analyse bei genauerem Hinsehen noch viel mehr. Es lassen sich nämlich einige interessante Trends erkennen:

 

 

Trends, die die Corona-Krise beschleunigt hat 

 

 

Die Menschen suchen weiter nach Gemeinschaft – und wenn es sein muss, auch online

Ein direkter Austausch hat immer noch die erste Priorität! Solange aber kein Corona-Impfstoff für die breite Bevölkerung vorhanden ist, werden die Menschen mehr als übliche auf Distanz bleiben. Die erlebte Gemeinschaft wird daher rarer und gewinnt deshalb an Wert. Zugleich wird Online nach Alternativen für reale Gemeinschaftserlebnisse gesucht. Wer hier neue Angebote zur Verfügung stellte, erlebte einen regelrechten Boom. Auch wenn Nähe im analogen Leben wieder möglich sein wird, wird sich der Trend zur digitalen Gemeinschaft höchstwahrscheinlich fortsetzten.

 

 Kunden – suchen über digitale Kanäle gezielt nach Informationen, Services und Produkten

Was in der Krise gut funktioniert hat, wird auch danach von immer mehr Menschen/Kunden als selbstverständlich betrachtet werden. Wer künftig nicht das gewünschte Angebot in digitaler Form bekommt, wird nach digitalen Alternativen suchen – und erst dann nach analogen, wenn seine Suche im Netz nicht zufriedenstellen war. Handys und Tablets werden – weil stets verfügbar – dabei immer wichtigere Endgeräte.

 

Nicht jeder macht die Digitalisierung mit

Corona hat die Bevölkerung quasi zwangsdigitalisiert. Untersuchungen gingen vor der Pandemie zu fast 20 Prozent von „digitalen Abstinenzlern“ und bis zu 30 Prozent von „Gelegenheitsnutzern“ aus. Die technischen Fähigkeiten wachsen eben nicht bei allen so schnell mit wie die unterstellte Selbstverständlichkeit, dass alle alles digital wollen und können. Inwieweit sich die Zahlen mit der Pandemie verändert haben, ist konkret noch nicht untersucht worden.
Dies ist sehr wichtig für mittelständische Unternehmer: Abhängig von der jeweiligen Zielgruppe ist hier also eine differenzierte Sicht nötig. Mittelstandunternehmen sollten beide Gruppen im Auge zu behalten.

 

Digitale Vorreiter haben aufgrund der Verlagerung ins Internet im Augenblick einen Standort-Vorteil

Getrieben durch die sich verändernden Bedürfnisse digitalisieren sich einige Unternehmen mehr als andere. Diese sogenannten „digitalen Vorreiter“ konnten in der Corona-Krise ihre Marktposition schneller ausbauen als es üblich ist, weil sie mit höchster Priorität ihre technischen Prozesse und Abläufe angepasst haben. Dies gilt aber nur für Angebote, die sich komplett digitalisieren lassen. Daneben gibt es viele Produkte und Dienstleistungen, die noch lange im wahrsten Sinne des Wortes „handwerklich“ erbracht werden. Hier wird eine Teil-Digitalisierung Vorteile bringen – und dies ist eine große Chance für traditionelle Unternehmen.

 

Die digitale Arbeitswelt verlagert sich in die häusliche Umgebung

In der Krise haben viele Beschäftigte flexible Arbeitsformen, Zusammenarbeit aus dem Homeoffice und die Nutzung neuer digitaler Werkzeuge kennengelernt. Viele Unternehmen prüfen, ob sie das beibehalten – vor allem, weil es Kosten spart. Für Reisen, die lediglich des Informationsaustausches bestehen wird in Zukunft viel seltener eine Notwendigkeit bestehen. Viele Arbeitnehmer werden sich in der Zeit nach Corona aussuchen können, ob sie zu Hause, in der Firma oder lieber in einem Work-Space arbeiten möchten.

 

Organisationen, die Orientierung in einer komplexen Digitalisierungs-Welt liefern, werden gefragt sein

In der Corona-Krise überschlugen sich die Informationen. Datenanalysen in Echtzeit sind inzwischen der Normalfall. Vorausschauendes Risikomanagement und die Fähigkeit, anderen schnell Orientierung geben zu können, wird zu einem echten Wettbewerbsvorteil.

 

Digitale Prozesse kommen schneller als gedacht

In vielen Fällen ersetzen Prozesse bereits Menschen: Abläufe werden teil- oder vollautomatisiert, alles was zu berechnen und zu analysieren ist, werden Programme übernehmen. Automatisierte Abläufe haben den Vorteil, dass ihnen ein Krankheitserreger nichts anhaben kann. Die Krise verleiht der Entwicklung und Verbreitung von digitalen Prozessen einen immensen Schwung. Überall dort, wo Menschen nicht mehr eingreifen müssen, werden Prozesse menschliche Arbeit sehr schnell ablösen.

 

 

Und nun?

Was macht ein mittelständisches Unternehmen nun mit solchen Erkenntnissen? Die häufigste Reaktion war: Existenzsicherheit zuerst!

 

„Wir haben jetzt Wichtigeres zu tun, als uns um die Digitalisierung zu kümmern, es geht schließlich um die Existenz“. Und diese Aussage ist richtig – plausibel und nachvollziehbar. Gegen die Existenz des Unternehmens und den Erhalt von Arbeitsplätzen ist die Digitalisierung doch eher Kür – so mag es scheinen.

Aber, Beispiele aus dem Bereich der „Verlierer-Branchen“ zeigen, dass es auch bei den stark betroffenen Unternehmen Unterschiede gab. Vor allem im Bereich des Einzelhandels und Gastgewerbes hatten diejenigen Einzelhandelsunternehmen, die bereits vor der Krise einen gewissen Digitalisierungsgrad erreicht hatten, deutliche Vorteile: Unternehmen ohne digitalen Vertriebskanal hatten und haben es hier ungleich schwerer. Im Falle des Gastgewerbes helfen z.B. schon einfache Social-Media-Kanäle wie Instagram oder andere populäre Plattformen, um auf „ToGo“-Angebote, Lieferdienste und Öffnungszeiten aufmerksam zu machen und den Kontakt zu den Kunden zu halten.

 

 

Ist Digitalisierung eine „Krisenversicherung“ für mittelständischer Unternehmen?

 

Ja, wenn man nicht einfach wild oder halbherzig drauf los digitalisiert. Um in diese „Versicherung“ namens Digitalisierung einzusteigen ist es wichtig, die richtigen Dinge zu tun. Es braucht allerdings eine Analyse, um sich ein Bild zu machen, was für das eigene Unternehmen passt und was eher Aktivismus ohne Effekt ist. Der genauer Blick darauf, welche Vorhaben andere Unternehmen bisher präferierten, hilft an dieser Stelle weiter:

Digitalisierungsvorhaben_KfW                                            Quelle: KfW

 

 

An der Spitze der Digitalisierungsvorhaben aus den Jahren 2016 – 2018 steht als Einzelvorhaben ganz klar die „Digitalisierung der Kontakte zu Kunden und Zulieferern“. Wie sieht es aber in KMU’s aus?

Digitales Handwerk                                            Quelle: statista

 

Am Beispiel der Analyse der deutschen Handwerksbetriebe besteht in der Betriebsorganisation und in der Erschließung neuer Kundenkreise die höchste Maßnahmendichte. Da die letzte umfassende Auswertung von 2016 stammt, haben wir natürlich nachgefragt, ob sich die Schwerpunkte verschoben haben – und ja, das haben sie.

 

 

Digitalisierung ist nicht gleich Digitalisierung – vor allem in der Corona-Krise

Am Beispiel des Baugewerbes lässt sich dies recht anschaulich darstellen. Mit einem bloßen „Online-Gehen“ ist es nicht getan. Für Hersteller in der Bauzulieferindustrie stellen sich z.B. sehr konkrete Fragen:

  • Welche Rolle spielen Endkunde, Verarbeiter, Planer, Architekten, Großhandel, stationärer Einzelhandel und Online-Akteure heute und in drei bis fünf Jahren?
  • Ist die Bindung der jeweils relevanten Zielgruppe stark genug, um sie online direkt zu bearbeiten – entlang des gesamten Kunden-Ehescheidungsprozesses?
  • Wer sind die richtigen Partner in einem Online- Vertrieb?
  • Ist das Preis- und Konditionensystem auf eine Online-Vermarktung effektiv ausgerichtet?
  • Ist ein direkter Endkunden-Marktzugang im Online-Kanal sinnvoll?
  • Liegen technische und organisatorische Voraussetzungen vor, um erfolgreich alle Zielgruppen in den für sie relevanten Kanälen zu bearbeiten?

 

Multichannel-Strategie als Lösungsansatz

Diese Fragen lassen sich im Rahmen einer sogenannten Mulitchannel-Strategie beantworten. Die Handlungsfelder innerhalb der Strategie haben eine große Bandbreite: Von der Schaffung technischer Grundlagen, über die stärkere Bindung heutiger Zielgruppen, die Bearbeitung neuer Zielgruppen bis hin zur Erschließung und Integration der Vertriebskanäle.

 

Hier gibt es keine Standardlösungen! Allerdings sollten folgende Handlungsfelder im Vorfeld genau analysiert werden:

 

  • Die Schaffung technischer Grundlagen – wie z.B. der Aufbau einer modernen Produktdatenbank bzw. die Schaffung von Online-Schnittstellen in der EDV oder die Einführung eines CRM-Sysems
  • Die stärkere Bindung der aktuellen Zielgruppe – wie z.B. durch eine elektronische Großhändleranbindung, einen Online-Bereich für Installateure, sowie generell Online-Kundenbindungsprogramme
  • Die Bearbeitung neuer Zielgruppen – wie z.B. Online-Bereiche, speziell für Endkunden oder einen Online-Konfigurator
  • Die Integration von Kanälen – wie z. B. die Koordination verschiedener Kanäle / Konfliktmanagement und ein eigener Endkundenvertrieb

 

Was macht die Förderung von DIGITAL JETZT nun so interessant?

Das Förderprogramm Digital jetzt – Investitionsförderung für KMU wurde am 01.07.2020 veröffentlicht und startet Anfang September 2020.

Digital Jetzt LogoZiele des Förderprogramms “Digital jetzt – Investitionsförderung für KMU” sind u.a. Investitionsanreize in Bereichen digitale Technologien und Know-how, branchenüberbreifende Förderung von Digitalisierungsvorhaben bei KMU und Handwerk und Verbesserung der Digitalisierung der Geschäftsprozesse. Eine spezielle Förderung ist für den Bereich der IT-Sicherheit vorgesehen, der zusätzlich gefördert wird.

Die Zuwendung wird als nicht-rückzahlbarer Zuschuss in Form einer Anteilsfinanzierung gewährt. Bis 30. Juni 2021 beträgt die Förderquote (je nach Anzahl der Mitarbeiter) 40 – 50 Prozent; die maximale Fördersumme beträgt 50.000 EURO; ab dem 01.07.2021 beträgt die Förderquote 30 – 40 Prozent. Antragstellung ist bis 31. Dezember 2023 möglich. Die IT-Sicherheit wird mit zusätzlichen 5% gefördert!

 

 

Wie funktioniert DIGITAL JETZT? Stichwort: Digitalisierungsplan & Antragsformular

 

Das Förderprogramm gliedert sich in zwei Module:

 

Digital Jetzt – Modul 1

“Investition in digitale Technologien“ unterstützt Investitionen in Soft- und Hardware. Gegenstand der Förderung sind Investitionen in konkret zu benennende digitale Technologien (in der Regel Drittleistungen) und damit verbundene Prozesse und Implementierungen. Hierzu gehören insbesondere Investitionen in Hard- und Software, welche die interne und externe Vernetzung der Unternehmen fördern unter Beachtung verschiedener Aspekte wie beispielsweise datengetriebener Geschäftsmodelle, Künstliche Intelligenz, Cloud-Anwendungen, BigData, Einsatz von Hardware (beispielsweise Sensorik, 3D-Druck) sowie IT-Sicherheit und Datenschutz.

 

Digital Jetzt – Modul 2

„Investition in die Qualifizierung der Mitarbeitenden“ vermittelt Mitarbeitern der KMU das notwendige eigene Know-How, um Digitalisierungsmaßnahmen anzustoßen und langfristig Nutzen aus durchgeführten Digitalisierungsvorhaben zu ziehen. Gegenstand der Förderung sind Investitionen in Qualifizierungsmaßnahmen für die Mitarbeiter des geförderten Unternehmens im Umgang mit digitalen Technologien. Hierzu gehören insbesondere Qualifizierungen oder Weiterbildungsmaßnahmen zur Digitalen Transformationen, zur Digitalen Strategie, in digitalen Technologien, in IT-Sicherheit und Datenschutz, zu Digitales und agiles Arbeiten oder in digitalen Basiskompetenzen.

 

 

Digital Jetzt Digitalisierungsplan

Voraussetzung für die Förderung in einem oder beiden der Module ist die Vorlage eines Digitalisierungsplans. In diesem ist das geplante Digitalisierungsvorhaben zu beschreiben, die gewünschten Synergieeffekte zwischen IT-Anwendungen in unterschiedlichen Bereichen des Unternehmens hervorzuheben sowie Art und Anzahl der Qualifizierungsmaßnahmen zu erläutern.

Das Antragsformular ist ab dem 7. September freigeschaltet und hier erreichbar.

 

 

Unser Angebot an Sie

  • In einem kostenlosen Erstgespräch beraten wir Sie, welche Digitalisierungsmaßnahmen in Ihrem Unternehmen sinnvoll sind – und welche nicht. Weiterhin geben wir Ihnen eine Einschätzung, ob die von Ihnen präferierten Maßnahmen förderungsfähig sind.
  • Sollte dies der Fall sein und Sie einen Antrag stellen möchten, unterstützen wir Sie bei der Antragsstellung für das Digital Jetzt Förderungsprogramm

 

Alexander Fournes

 

 

 

Alexander Fournes, 4nes GmbH

Dr. Michael Monka

Dr. Michael Monka, vialevo

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